Im Rahmen ihrer 26. Generalversammlung hat sich die Weltgemeinschaft Reformierter Kirchen (WGRK) am 5. Juli 2017 in der Wittenberger Stadtkirche mit einer Assoziierungserklärung der „Gemeinsamen Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ angeschlossen. Die WGRK ist die Weltgemeinschaft von 225 Kirchen der Reformation. Zugleich wurde mit dem Lutherischen Weltbund ein „Wittenberger Zeugnis“ unterzeichnet. Beide Dokumente bekräftigen die Absicht, die Einheit der Kirche zu fördern.
Bamberg/Taizé. Es ist eine ganz besondere Atmosphäre in dieser Pfingstwoche in Taizé: 2500 Jugendliche und junge Erwachsene aus der ganzen Welt beten, singen und leben miteinander. Spiritualität und Gemeinschaft: das sind die Grundpfeiler der ökumenischen Jugendtreffen der Communauté de Taizé im französischen Burgund. Mit dabei waren vom 5. bis 11. Juni 32 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Erzbistum Bamberg. Drei Mal im Jahr organisiert „ökumenisch unterwegs“, ein Arbeitskreis des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ), des Jugendamtes der Erzdiözese und der Evangelischen Jugend, Fahrten zu den Treffen in Taizé.
Bamberg. „Luther reicht nicht“ – so lautet der Titel der aktuellen Sonderausstellung im Bamberger Diözesanmuseum, die am Mittwochabend (24. Mai) eröffnet wurde. Das ökumenische Ausstellungsprojekt ist im Arbeitskreis Kirche und Kunst / Unterfranken der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern entstanden und will den Blick darauf lenken, dass Reformation nicht allein an die Person Luthers und seine Zeit gebunden werden kann.
Zum Thema "Abbruch, Umbruch, Aufbruch: Reformation und Ökumene in Ober- und Mittelfranken" fand ein Gespräch im Februar in Forchheim mit Regionalbischöfin Dr. Dorothea Greiner und Erzbischof Dr. Ludwig Schick statt. Das Gespräch wurde am Samstag, 06.05.2017, auf ARD-alpha gesendet und ist noch in der Mediathek verfügbar. Hier der Link: http://www.br.de/mediathek/video/sendungen/denkzeit/abbruch-umbruch-aufbruch-reformation-und-oekumene-in-ober-und-mittelfranken-100.html.
Die Erzdiözese Bamberg, der Kirchenkreis Bayreuth sowie die Bildungshäuser in Vierzehnheiligen laden zu einem ökumenischen Ehefest am 30. Juli 2017 von 14.30 bis 21.00 Uhr in Vierzehnheiligen ein. Es waren häufig konfessionsverschiedene Paare, die unermüdlich und leidenschaftlich, manchmal auch leidvoll die Verständigung in der Familie und zwischen den evangelischen und katholischen Gemeinden gefördert haben. Sie wurden in den letzten 50 Jahren zu echten Brückenbauern in der Ökumene vor Ort. Im Reformationsgedenkjahr 2017 sind diese Paare zu einem Fest mit Begegnung, Gottesdienst und Segen, Musik und Buffet herzlich eingeladen.
In der Regel feiern die Kirchen des Westens und die Orthodoxen Kirchen an unterschiedlichen Terminen das Osterfest. Der Grund liegt in der Verwendung unterschiedlicher Kalender für die Berechnung des Ostertermins. Immer wieder - so auch in diesem Jahr - fallen jedoch das östliche (orthodoxe) und das westliche Osterfest zusammen.
In Anlehnung an den bundesweit ökumenischen Buß- und Versöhnungsgottesdienst am 11. März 2017 in Hildesheim hat die Erzdiözese Bamberg und der Evangelisch-Lutherische Kirchenkreis Bayreuth am 21. März 2017 ebenfalls eine ökumenische Liturgie in St. Stephan (Bamberg) gestaltet.
Der Bamberger Generalvikar Georg Kestel und die evangelische Regionalbischöfin Dorothea Greiner haben in einem ökumenischen Versöhnungsgottesdienst um Gottes Erbarmen gebeten „für das, was wir einander angetan haben“. Vergeben sei der Weg, auf dem Christus Beziehungen heile, sagte Greiner. Dieser Gottesdienst sei „ein Schritt zur Einheit in versöhnter Verschiedenheit“. Die bereits erreichten Erfolge in der Ökumene gelte es auch nach dem Reformationsgedenkjahr weiterzuführen, ergänzte Kestel und sprach sich dafür aus, mit Hoffnung und Mut in die ökumenische Zukunft zu blicken. Der Gottesdienst in der Bamberger Stephanskirche stand unter dem Motto „Heilung der Erinnerungen“.
Coburg. Die Ökumene hat nach Worten von Kardinal Kasper auch eine politische Dimension. „Die Einheit der Kirchen steht im Dienst der Einheit und des Friedens in der Welt“, sagte der frühere „Ökumene-Minister“ des Papstes auf dem Neujahrsempfang des Bamberger Erzbischofs Schick in Coburg.