Bamberg. (bbk) Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick hat die Christen zu einem achtsamen Umgang mit Ressourcen und Energie aufgerufen. Der von Papst Franziskus ausgerufene „Weltgebetstag zur Bewahrung der Schöpfung“ solle gleichermaßen vom Gebet wie auch vom kritischen Hinterfragen des eigenen Handelns geprägt sein. Dabei gehe es um Stromverschwendung bei Elektrogeräten, Wegwerfen von Lebensmitteln, Verwendung von Plastikeinkaufstaschen, nicht ausgeschaltete Lampen bis hin zur Frage, ob kurze Wege mit dem Auto zurückgelegt werden müssen, sagte Schick, der auch Vorsitzender der Kommission Weltkirche der Bischofskonferenz ist.
Mahatma Gandhi 1948. Martin Luther King 1968. Stephen Biko 1977. John Lennon 1980. Warum müssen Männer des Friedens einen gewaltsamen Tod sterben? Besonders sinnlos erscheinen solche Taten, wenn das Opfer ohnehin schon im Winter seines Lebens steht. Gandhi war 78 Jahre alt und von zahllosen Hungerstreiks geschwächt, als ihn ein religiöser Fanatiker Auge in Auge erschoss. Und Frere Roger, lebenslanger Friedensarbeiter und Gründer der ökumenischen Gemeinschaft von Taize, war bereits 90 und an den Rollstuhl gefesselt.
Das Evangelische Bildungswerk und die Katholische Erwachsenenbildung im Landkreis Bamberg veranstalten eine Studienreise "Unterwegs zu Luther" vom 08. Oktober 2015 bis 11. Oktober 2015 nach Leipzig mit Besichtigungen in Leipzig, Wittenberg, Torgau, Eisleben u. a. Dazu wird auch ein Einführungsvortrag am 01. Oktober 2015 um 19.30 Uhr im Gemeindezentrum der Erlöserkirche Bamberg (Kunigundendamm 15) mit dem Referenten Prof. Dr. Christoph Böttigheimer (Kath. Universität Eichstätt) mit dem Titel "Unterwegs zu Luther - einer ökumenischen Persönlichkeit?" angeboten.
Der ökumenische "Tag der Schöpfung" entspringt einer Initiative der Orthodoxie und wurde 2010 beim Zweiten Ökumenischen Kirchentag in München durch die ACK in Deutschland eingeführt. Jeweils am ersten Freitag im September wird ein solcher Thementag gemeinsam gestaltet. Darüber hinaus ist es auch möglich, einen ökumenischen "Tag der Schöpfung" an einem anderen Termin mit vielfältigen Initiativen innerhalb des Zeitraums vom 1. September bis 4. Oktober ("Schöpfungszeit") zu begehen. Der diesjährige Schöpfungstag orientiert sich am Leitwort "Zurück zum Paradies?" und stellt die Frage nach den Möglichkeiten und Grenzen menschlicher Schöpfungsverantwortung.
Bamberg. (bbk) Das Erzbistum Bamberg unterstützt die Sanierung der Bayreuther Synagoge mit 25.000 Euro. Regionaldekan Josef Zerndl übergab die Spende am Donnerstag im Auftrag von Erzbischof Ludwig Schick an den Vorsitzenden der Israelitischen Kultusgemeinde Bayreuth, Felix Gothart.
Ein starkes Zeichen im Blick auf das bevorstehende Reformationsgedenken 2017 setzen der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, und der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm: 2017 soll ökumenisch als "Christusfest" konotiert sein. Näheres unter: www.katholisch.de/aktuelles/aktuelle-artikel/gemeinsames-christusfest-2017
Die Ikonen gehören in besonderer Weise zur kulturellen Identität und zur Spiritualität der Orthodoxen Kirchen. Sie schmücken die Kirchen und laden zum Nachdenken ein. Früher wurden sie "Biblia pauperum" (Die Bibel der Armen) genannt, da die armen Gläubigen nicht lesen konnten und anhand der Bilder die Geschichte Jesu Christi und der Heiligen "sehen" konnten. Die Ikonen lassen sich auch als ein Beitrag zum ökologischen Weltbild verstehen, da sie die Bedeutung der Schöpfung und der Menschwerdung Gottes unterstreichen. Man spricht von einer liturgischen, didaktischen und charismatischen Signifikanz der Ikonen.
Christen, Juden und Muslime machen sich gemeinsam auf den Weg von der Moschee über christliche Kirchen bis hin zur Synagoge. Dieser „Weg der Religionen“ ist eine Aktion im Rahmen des Bündnisses „Nürnberg hält zusammen" und setzt ein Zeichen für das friedliche Zusammenleben der Religionen in einer solidarischen Stadtgesellschaft. Christen, Juden und Muslime wollen sich für ein respektvolles Miteinander der Religionen und Kulturen einsetzen und sich zu Toleranz, Weltoffenheit und Vielfalt bekennen.
Die Dominikanische Laiengemeinschaft Bamberg lädt am Samstag, 6. Juni, zu einem öffentlichen Studientag „Christen und Muslime wagen den Dialog“ ins Bistumshaus St. Otto ein. Auch Erzbischof Ludwig Schick gehört zum Referentenkreis.
Nicht erst durch den Hinweis von Papst Franziskus zum Genozid an den Armeniern und der abwertenden Reaktion aus der Türkei ist das Thema präsent. Die Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen in Deutschland (ACK) ruft in ökumenischer Solidarität zum Gedenken auf.